Aktivität und Erwartungen

  • Ich habe Sorge, dass das hier das neue Amon wird. Vielleicht sollten wir einfach Futunas Plan folgen bezüglich Chinopien. Arghestan könnte man bei GoDadddy parken als Eigenständiges Projekt und Nguyen wird AGS.

  • Grillen Zirpen in Sina… schade.

    Für ein paar Tage. Ich weiß nicht, was dein Maßstab ist. Hyperaktiv ist keine MN, auch nicht Futuna.

    Ich habe Sorge, dass das hier das neue Amon wird. Vielleicht sollten wir einfach Futunas Plan folgen bezüglich Chinopien. Arghestan könnte man bei GoDadddy parken als Eigenständiges Projekt und Nguyen wird AGS.

    Blödsinn.

  • Ich dachte das schade am Ende bringt zum Ausdruck, dass ich es genau so finde: schade. Und nicht irgendwen angreifen möchte.

    Mein Maßstab ist, dass bei mehreren Menschen, die an einem Projekt beteiligt sind, einer davon am Tag mal etwas schreiben kann. Und wenn du Futuna als Beispiel ranholst: dort sind es eher 4-10 Posts am Tag. Aber ich weiß, dass das kein Standard ist. Leider. Ich hatte einen interessierten Mitspieler, der in einer anderen MN als Futuna angefangen hat und nach 2 Wochen aufgehört hat, weil Antworten auf seine Posts mindestens eine Woche gedauert haben oder teils völlig versandet sind. Da die MNs mit “Nachwuchs” nicht gerade gesegnet sind, finde ich das - und ich wiederhole mich - schade.

    "Wir sind nicht hier, um Euch zu drohen. Wir sind hier, damit ihr Euch erinnert, dass wir es könnten."

  • Ich persönlich würde überhaupt nicht vergleichen wollen. Es ist alles Freizeit. Aber gerade in der Gründungsphase, also im ersten halben Jahr, denke ich immer, dass man soviel Ideen und Raum hat, dass man aus dem Posten nicht mehr rauskommt. Selbst nach zwanzig Jahren muss ich mich beherrschen, um in Futuna nicht alles mit Posts vollzuspammen, die außer Mitspielern eh niemanden in den MNs interessieren würden.

    Vhasir as'Karanith, Sardashir as-Futuna, Shaikh af Vashir

  • Ich habe Sorge, dass das hier das neue Amon wird. Vielleicht sollten wir einfach Futunas Plan folgen bezüglich Chinopien. Arghestan könnte man bei GoDadddy parken als Eigenständiges Projekt und Nguyen wird AGS.

    Das wäre 0% der futunische Plan. Futuna hat null AGS, sondern simuliert alles mit Metaplots. Man müsste schon die RP-Threads lesen, um etwa zu verstehen, dass jemand wochenlang in Hatha war (Spielzeit). Das Einzige, was ich empfehlen kann, ist solche Metaplots für Threads für die Provinzen zu verwenden. Wobei Metaplot bei mir heißt, dass es keine vorgeschriebene Zeitlinie gibt, sondern dass logisch auf eine sich verändernde Situation Reaktionen erfolgen, auf die wiederum reagiert wird.

    Wenn ihr also die Provinzen oder Sondergebiete aufteilt, habt ihr immer etwas zu tun und könnt es kurz beschreiben. Könnt dafür natürlich auch KI benutzen, aber vielleicht wird daraus auch Simstoff für die ganze Nation.

    Vhasir as'Karanith, Sardashir as-Futuna, Shaikh af Vashir

  • Das mag ich an Futuna, die Metaplots. Ich lese diese immer gerne und frage mich, wie man so viel Kreativität aufbringen kann für eine derartige Gesellschaft, die der unseren (kulturell) so fremd ist.

  • Das mag ich an Futuna, die Metaplots. Ich lese diese immer gerne und frage mich, wie man so viel Kreativität aufbringen kann für eine derartige Gesellschaft, die der unseren (kulturell) so fremd ist.

    Das liegt daran, dass Gesellschaften im Grunde ziemlich gleich sind. Ich habe das heutige Futuna entwickelt, indem ich Gesellschaften in ihre Einzelteile zerlegt und dann entsprechend von Grund auf neugebaut habe. Aber im Kern findet man überall in der Welt ähnliche Muster wie bei uns, einfach weil der Mensch trotz aller genetischen Unterschiede wesentliche Merkmale teilt.

    ich denke, das Hauptproblem in den MNs ist es, diese als Spiel zu begreifen, das man irgendwie gewinnen muss. Deswegen neigt man dazu, sich selbst möglichst wenig Schwächen zu geben. Probleme sollen andere MNs betreffen. Ich halte institutionelle, kulturelle, geographische und wirtschaftliche Schwächen für ein erheblichen Sim-Potential, das man nicht verschenken sollte. Gesellschaften müssen sich ständig legitimieren, sonst sind sie nicht dynamisch genug, sich selbst zu erneuern. Gesellschaften werden ständig angegriffen, nicht nur durch "soft power" von außen, sondern auch von innen in Frage gestellt.

    Menschen sind trotz allerlei ideologischer Versuche keine Sklaven, sondern streben danach, das eigene Ich in die Welt zu bringen. Ostasiatische Gesellschaften versuchen dabei, das in einen Gemeinschaftsrahmen zu gießen, aber auch das gelingt nicht immer. Es ist dabei für sie gut, dass westliche Gesellschaften einen Gegenpol darstellen, bei denen Werte zu beliebig werden, solange nur jeder der nächste bunte Schmetterling werden kann. Das ist keine Wertung dafür, was nun richtig oder falsch ist, sondern soll demonstrieren, dass äußerer Einfluss auch als negatives Beispiel gesellschaftliche Strukturen stärken kann.

    Für ein dauerhaftes spannendes Spiel kann ich also nur innere Schwächen empfehlen. Mängel, Rechtswidersprüche, ethnische und religiöse Spannungen, Korruption, scheiternde Initiativen und Projekte. Das ist sicher am Anfang schwer. Noch schwerer wird es, diese dynamisch weiterzuentwickeln. Probleme schweben nicht im luftleeren Raum, sie sind mit allem anderen irgendwie verbunden. Ob nun im Äußeren oder im Inneren.

    Nur als Beispiel in Futuna: Die Position des Großwesirs ist ein institutioneller Mangel. Sie ist nicht von den Blutgesetzen vorgesehen, aber an sich nötig, um eine politische Willensbildung auf der obersten Ebene umzusetzen. Es ist ein Rechtsproblem, das sich durch die gesamte Gesellschaft zieht. Es wurde demokratisch anerkannt, dass das Amt zu schaffen ist, es gibt also eine an sich vorhandene gesellschaftliche Legitimation. Aber es ist an sich nicht möglich, dass rechtlich im tradierten Rahmen zu verankern, weil die Gesetzgebung nicht diese Ebene berührt. Gesetzgebung ist die Sache der Ebenen darunter. Natürlich will man im Innern die Grenzen für einen Großwesir möglichst eng strecken, aber gleichzeitig gibt es da widerstreitende Ansichten anderer Parteien zu beachten und natürlich auch die Möglichkeiten im Ausland. Auf diesem Problem basiert das gesamte moderne Charakter-RP in Futuna: Was darf der Großwesir und kann und soll er Probleme lösen? Schafft er damit neue?

    Und das ist nichtmal so exotisch, weil Recht ausgelegt wird und werden muss. Wenn es starr ist, dann regt sich mehr Widerstand. Bis es irgendwann bricht oder missachtet wird.

    Vhasir as'Karanith, Sardashir as-Futuna, Shaikh af Vashir

  • Aber auch im RP gibt es immer wieder Parteien, denen es ums Gewinnen geht. Weil es sich sonst wahrscheinlich so anfühlt, als würde man nichts “schaffen”. Ich hatte letztens eine Mitspielerin im einer RP Runde, die meinte “Lore ist nicht so meins.”, was sich steigerte zu “RP ist nicht so meins.”… Wir waren alle sehr irritiert, warum die dann zur Runde kam, aber letztlich war die Erwartung: Wir spielen ein MMORPG am Tisch und es geht um Looten und Leveln.
    Und wenn wir ehrlich sind: Früher war es auch ein Gegeneinander von Spieler und SL. Das es kooperativ wurde, musste sich erst noch entwickeln. Ich weigere mich heute noch mit Menschen zu spielen, die als SL immer als “Meister” angesprochen werden wollen.


    Im RP bieten Charakter”Schwächen” eigentlich immer viel Potenzial. Der strahlende Held, der alles kann, ist schnell langweilig. Aber auch zu dramatisch sollte es eben nicht sein. Ich krieg die Krise, wenn Figuren nur Drama, Tod und Trauma in ihrem Hintergrund haben… Na ja - persönliche Meinung. Für mich kommt es auf gute Balance an und Charaktere sollten Fehler machen dürfen und sich entwickeln dürfen.


    Und zu den MNs… Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass man einen stabilen Rahmen haben will. Das man sich vielleicht auf bestimmte Aspekte konzentrieren will und nicht darüber Gedanken machen, wie lange meine Ressourcen reichen zum Beispiel. Oder das man einfach sieht - um mich rum haben alle, alles im Überfluss, warum soll ich es mir unnötig schwer machen?


    Aber all das behebt nicht das Grundproblem, dass man gerade neue Spieler verliert, wenn die ins Leere laufen.

    Ich bin sehr ehrlich: wenn ich nicht schon vor Jahren mal Spielerin gewesen wäre, hätte ich schon mehrfach das Handtuch werfen wollen. Aber das RP in Futuna mag ich einfach sehr und ich versuche all die Grabenkämpfe, auszublenden.

    "Wir sind nicht hier, um Euch zu drohen. Wir sind hier, damit ihr Euch erinnert, dass wir es könnten."

  • Ich möchte hierzu doch noch etwas sagen, weil ich die Richtung dieser kleinen Diskussion auch nach einer intensiven Sport-Session noch ziemlich uncool finde.

    Wünsche nach mehr Aktivität oder schnelleren Reaktionen sind natürlich legitim. Einen allgemeinen Maßstab dafür, wie häufig in einem Projekt Beiträge erscheinen sollten, gibt es auf renzia.de aber nicht. Wir betreiben hier ein Freizeitprojekt, in dem es selbstverständlich auch ruhigere Phasen und Abwesenheiten geben kann.

    Wenig hilfreich finde ich es, andere Projekte öffentlich von außen zu bewerten oder aus einigen ruhigeren Tagen Rückschlüsse auf deren Zustand oder Zukunft zu ziehen. Das werden nicht meine letzten fünf Tage Inaktivität gewesen sein und ich möchte mich bei einem kreativen Projekt auch nicht treiben lassen. Ich bitte daher darum, in diesem Forum von solchen öffentlichen Bewertungen anderer Projekte abzusehen. Hier soll ein Raum sein, in dem unterschiedliche Spielweisen, Schwerpunkte und Aktivitätsrhythmen respektiert werden.

    Aktivität bemisst sich für mich außerdem nicht allein an der Zahl der Forenbeiträge. Mein eigener Schwerpunkt liegt beispielsweise stark auf Ausgestaltung und visueller Identität. Auch diese Arbeit trägt für mich wesentlich zur Immersion und damit zum Projekt bei, selbst wenn sie im Forum nicht unmittelbar sichtbar wird.

    Und noch eine Klarstellung: Majida Boutros spricht weder für das Projekt noch für dessen Leitung. Bei dringenden Anliegen oder Fragen kann gerne diese ID kontaktiert oder das Kontaktformular genutzt werden.

    Danke für euer Verständnis.

  • Aktivität bemisst sich für mich außerdem nicht allein an der Zahl der Forenbeiträge. Mein eigener Schwerpunkt liegt beispielsweise stark auf Ausgestaltung und visueller Identität. Auch diese Arbeit trägt für mich wesentlich zur Immersion und damit zum Projekt bei, selbst wenn sie im Forum nicht unmittelbar sichtbar wird.

    So geht es mir auch.

    Wenn du Input brauchst, liefere ich immer gerne. Und wenn es nur Feedback ist. ;) Ansonsten könnte ich dir z.B. auch bei Benjin etwas abnehmen (und die eine oder andere Sim anfangen?), du musst es nur sagen. :)

  • Mein erster Impuls zu dieser Antwort war eigentlich definitiv nichts mehr zu sagen. Genau das sind die Dinge, warum ich mich eigentlich immer raushalten wollte. Ich bin mir sicher, ich werde es letztlich auch bereuen, aber nachdem es mich auch nach einer Nacht drüber schlafen noch beschäftigt und vor allem auch ärgert, möchte ich doch nochmal was dazu sagen. Wahrscheinlich ist es dumm, wahrscheinlich fehlt mir einfach der dicke Pelz von Zhanim, wahrscheinlicher ist aber: ich bin gerne ehrlich mit Menschen und ich trage ungern Groll mit mir herum, ohne, dass mein Gegenüber überhaupt weiß was passiert ist.

    Ich möchte hier einfach noch einmal feststellen. Mein ursprünglicher Post war ein Ausdruck des Bedauerns. Warum? Weil ich die Dynamiken mochte, die sich entwickelt haben, weil ich die Gespräche spannend fand. Punkt. Ich weiß nicht warum mir das direkt als Kritik ausgelegt wird, finde es aber auch müßig darüber zu sinnieren. Wenn man das als "Bewertung von außen" wahrnimmt - ok, dann aber bitte auch als die, die es ist: Ich fand gut, was passiert ist und schade, dass es zum Stillstand kam. Denn (und hier kommt meine subjektive Wahrnehmung): längerer Stillstand macht Dynamiken letztlich kaputt. Genau das, was ich hier an dem Austausch mochte.

    Ich habe keinen Vergleich angestellt, der kam als Antwort auf meinen Post und dafür wurde Futuna gewählt. Deshalb habe ich mich darauf bezogen. Aber nochmal: Das kam nicht ursprünglich von mir, denn ich hatte nicht vor Vergleiche zu ziehen (meine ursprüngliche Intention habe ich jetzt hoffentlich oben deutlich gemacht). Ich habe auch keine Rückschlüsse auf die Zukunft gezogen, sondern es ging dann später in Richtung Diskussion über RPs.

    Ich weiß nicht an welcher Stelle der Eindruck entstand ich würde Majida Boutros als als Leitung wahrnehmen. Drinegnde Anliegen an das Projekt hatte ich auch nicht. Es ging rein um eine Zustandsbeobachtung.

    Aber wenn wir hier jetzt schon einen großen Bogen ziehen und Punkte bzw. Argumente reinbringen, die der ursprüngliche Post gar nicht hergibt. Für mich bleibt der Punkt trotzdem valide, dass Aktivität nun mal das ist, was man nach außen sieht und somit neue Menschen für das Projekt begeistert und bei der Stange hält. Natürlich sind Ausgestaltung und Optik auch wichtig und zeitintensiv. Vielleicht sollte man es dann mit dem alten Sprichwort halten: Tue Gutes und sprich darüber. Dann wissen gerade Spieler, die nicht so tief drin stecken, dass eben im Hintergrund weiterhin was passiert.
    Ich möchte auch hier nochmal betonen: es geht nicht um die reine Zahl von Posts. Wenn ich täglich 5 Mal schreibe, dass mein Charakter sich die Beine in den Bauch steht, hat das null Mehrwert. Und ich halte es für nicht zielführend Projekte so gegeneinander aufzuwiegen. Generell nervt mich dieses "gegeneinander", welches ich in den MNs wahrnehme als sehr anstrengend empfinde. Wenn ich nicht ein paar Leute hätte, die mir einfach wichtig sind, wäre ich schon lange wieder weg. Denn leider ist es sehr oft so: Plots versanden, Ideen gehen ins Leere, Engagement verläuft sich, weil niemand sich mit beteiligt, man kann ordnerweise Artikel und Texte für Gestaltung schrieben, aber es verpufft in der Leere der Reaktionslosigkeit.
    Dann findet man ein Projekt mit guten Ansätzen und man drückt aus, dass man es schade finde, wenn da auch ganz plötzlich Stille herrscht für fast eine Woche und man kriegt jede Menge um die Ohren gehauen - wobei im MN Kontext "uncool" ja noch sehr freundlich ist.

    Ich werde jedenfalls nichts mehr anmerken. Ihr macht das schon. Viel Erfolg!

    "Wir sind nicht hier, um Euch zu drohen. Wir sind hier, damit ihr Euch erinnert, dass wir es könnten."

    Einmal editiert, zuletzt von Nadira Khayr (22. August 2026 um 10:39) aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler, die mich genervt haben.

  • Danke für deine ausführliche Antwort. Es kann durchaus sein, dass ich bei diesem Thema etwas dünnhäutiger reagiert habe, gerade wenn entsprechende Äußerungen aus Futuna kommen. Hintergrund ist, dass wir über fast drei Monate hinweg immer wieder mit öffentlichen Abwertungen durch einen deiner Mitspieler konfrontiert waren, bevor wir schließlich hier zusammengekommen sind.

    Mir geht es dabei um einen grundsätzlichen Punkt: Ich würde davon absehen, andere Menschen oder Projekte öffentlich abzuwerten. Das gilt hier genauso wie beispielsweise für die Bemerkung über Severanien im Rohstoff-Thread. Solche Äußerungen bringen aus meiner Sicht niemandem etwas. Es gibt einen Unterschied zwischen sachlicher Kritik, über die man selbstverständlich sprechen können muss, und Abwertung.

    Auch die Bemerkung, gerade in den ersten Monaten eines Projekts müsse man eigentlich vor Ideen und Beiträgen übersprudeln, empfinde ich in diesem Zusammenhang nicht als besonders hilfreich. Ich meine, wir sprechen hier über den Zeitraum Sonntag bis Donnerstag? Unterschiedliche Menschen betreiben dieses Hobby unterschiedlich und setzen andere Schwerpunkte.

    Ganz allgemein glaube ich, dass die bisweilen große Härte und Kompetitivität innerhalb der MN-Community erheblich zu ihrer negativen Außenwirkung beiträgt. Das beschränkt sich ausdrücklich nicht auf Futuna; ich habe Vergleichbares auch von einzelnen Mitspielern anderer Projekte erlebt. Gerade bei einer ohnehin kleinen Community würde ich mir deshalb etwas mehr Wohlwollen im Umgang miteinander wünschen.

    Deine Erklärung, wie dein ursprünglicher Beitrag gemeint war, nehme ich aber ausdrücklich so an. Ich hoffe daher auch, dass du dich künftig nicht mit Anmerkungen zurückhältst. Mir geht es nicht darum, Kritik oder Austausch zu unterbinden, sondern um die Art, wie wir miteinander und über die Projekte anderer sprechen.

  • Ich danke ebenfalls für die ausführliche Antwort. Ich denke das einzige, was helfen kann ist: miteinander reden. Dennich denke nicht nur du bist dünnhäutig. Ich habe ja auch gemerkt, wie sehr mich das beschäftigt. Ich würde es einfach positiv aufnehmen und sagen: Nur Dinge, die einem wichtig sind, beschäftigen einen auch wirklich.

    Die Art, wie man miteinander spricht, ja... Das ist wirklich ein wichtiger Punkt. Ich kann mich natürlich nur zu mir und meinen Aussagen sowie meinem Umgang mit mir sprechen. Hier möchte ich deshalb einen Wunsch äußern: Bitte nicht den Groll auf einen Spieler auf andere übertragen. Ich kam hier völlig neutral und neugierig an - also als Spielerin, als Charakter sicher nicht, denn da hat Futuna eine klare Meinung zu Sina. Das hat aber nichts mit meiner persönlichen Meinung zu diesem Projekt zu tun. Ich persönlich finde jedes neue MN Projekt erstmal spannend und hoffe jedes Mal, dass es irgendwie geschafft wird, zu einem "zusammen spielen" kommt. Denn irgendwie habe ich (rein subjektiv) den Eindruck, dass mittlerweile jede MN (und auch da nehme ich explizit niemanden raus) eher in ihrer eigenen kleinen Blase lebt und sehr viel Potenzial verloren geht, indem man sich von anderen fernhält und eben eher "gegeneinander" als miteinander spielt. Solange das alles im Rahmen des Spiels ist - weil nun Mal Staaten vom Sytsem, Glauben, Überzeugungen her nicht zusammen kommen können, ist das ja völlig fein (aber auch das bietet ja Potenzial), aber ich (also wieder rein subjektiv) habe den Eindruck,d ass es da mehr um persönliche Belange geht und seit längerem bestehende Gräben, die irgendwie immer wieder eskalieren. Ich vergleiche es immer mit einem Minenfeld für jemanden der neu dazu kommt (in dem Fall mich). Es ist super anstrengend für jemanden, der all die Dynamiken nicht kennt sich da durch zu manövrieren und zu verstehen, warum da teilweise eben starke "Dünnhäutigkeit" besteht.

    Was ich bitte nicht so stehen lassen möchte ich die Aussage "Auch die Bemerkung, gerade in den ersten Monaten eines Projekts müsse man eigentlich vor Ideen und Beiträgen übersprudeln, empfinde ich in diesem Zusammenhang nicht als besonders hilfreich." Ich wurde nach meinem Maßstab gefragt und es wurde von "Hyperaktivität" geschrieben. Daraufhin war meine Aussage dazu: "Mein Maßstab ist, dass bei mehreren Menschen, die an einem Projekt beteiligt sind, einer davon am Tag mal etwas schreiben kann." Ich habe weder Bezug genommen zum Anfang eines Projektes und ich halte es für doch weit weg von einer Forderung nach "übersprudeln". Wahrscheinlich hätte ich mich nicht zu einer genaueren Definition hinreißen lassen dürfen, aber ich möchte das bitte eingeordnet sehen - ich habe gesagt, dass wenn mehrere Leute beteiligt sind, ich einen Post am von einer dieser Personen für realistisch halte. Für mein persönliches Empfinden ist das wirklich weit weg von dem, wie du es aufgenommen hast. Aber danke nochmal, dass du es so offen gemacht hast, nur so können wir es klären und nur so kann man Schritte in die richtige Richtung gehen.

    Ich wünsche euch weiterhin auch wirklich ernsthaft Erfolg für das Projekt.

    "Wir sind nicht hier, um Euch zu drohen. Wir sind hier, damit ihr Euch erinnert, dass wir es könnten."

  • Danke dir. Ich denke auch, dass wir uns da inzwischen wesentlich besser verstehen. Und ja: Den Wunsch, bestehende Konflikte mit einzelnen Spielern nicht auf andere zu übertragen, nehme ich mit.

    Nur ein Missverständnis möchte ich noch ausräumen: Die Bemerkung zum „Übersprudeln“ bezog sich nicht auf deine Aussage, sondern auf Zhanims Beitrag zur Gründungsphase. Deinen genannten Maßstab von einem Beitrag am Tag hatte ich davon getrennt verstanden.

    Ansonsten bin ich ganz bei dir: Mehr miteinander reden und weniger übereinander dürfte unserem doch recht kleinen Hobby insgesamt guttun. Und dass du hier neugierig und mit Interesse an Sina herangegangen bist, möchte ich dir nicht absprechen. Ich habe dich hier bislang als sehr offen und sympathisch wahrgenommen, umso irritierter war ich über deinen ursprünglichen Einwurf.

    Mir geht es tatsächlich sehr ähnlich wie dir. Ich sehe einige Überschneidungen darin, wie wir Spiel und das Miteinander verstehen. Ich bin beispielsweise nicht auf Discord unterwegs und kann mit dem dort teilweise entstehenden Geklüngel wenig anfangen. Mir wäre wesentlich lieber, wenn das gemeinsame Spiel tatsächlich hier stattfindet und grundsätzlich offen für alle bleibt.

  • Ok, danke - dann kann ich das mit dem Maßstab auch besser einordnen.

    Text hat halt immer das Potenzial sehr subjektiv gelesen zu werden. Da fehlt eben sehr viel Kontext, den man im wirklichen Gespräch hätte - wie zum Beispiel eben Tonlage, Gestik und Mimik. Deshalb ist der Austausch noch wichtiger und vor allem, wenn es “alte Kränkungen” gibt (bitte nicht auf die Goldwaage legen, dass ist jetzt eine überspitzte Referenz zum Thema Dünnhäutigkeit).

    Ich kann dir versprechen, dass ich dir gerne weitergebe, wenn mich etwas trifft, andererseits gib mir das auch gerne weiter. Oft ist man ja auch betriebsblind und haut manchmal Sachen raus, ohne eine Idee zu haben, dass das den anderen vielleicht sehr trifft.

    Offenheit muss meiner Meinung nach die Grundlage dafür sein in diesem Hobby gut miteinander umzugehen. In meiner idealisierten Fantasie würden sich alle mal aussprechen und neu starten (von mir aus in manchen Fällen auch mit einem: Wir können einfach nicht miteinander, also sprechen wir nicht mehr mit- aber auch nicht übereinander. Ein respektvolles Nebeneinander quasi.) Aber ich weiß, dass ich da einfach ein sehr naiver Optimist bin und dass das leider nicht passieren wird…

    "Wir sind nicht hier, um Euch zu drohen. Wir sind hier, damit ihr Euch erinnert, dass wir es könnten."

  • Mir geht es dabei um einen grundsätzlichen Punkt: Ich würde davon absehen, andere Menschen oder Projekte öffentlich abzuwerten. Das gilt hier genauso wie beispielsweise für die Bemerkung über Severanien im Rohstoff-Thread. Solche Äußerungen bringen aus meiner Sicht niemandem etwas. Es gibt einen Unterschied zwischen sachlicher Kritik, über die man selbstverständlich sprechen können muss, und Abwertung.

    Ich weiß nicht, wie man meine Aussage, dass ich von Severanien mehr erwartet hätte und deswegen von der Rohstoffverteilung enttäuscht war, mit Abwertung oder Fehlen sachlicher Kritik verbinden muss? Und dass ich nicht verstanden habe, wieso man unbedingt eine riesige Südafrika-MN als Kolonie einer Nation entwerfen wollte, die auch jahrelang inaktiv war und nicht den Eindruck erweckte, dann bespielt zu werden, als Abwertung denn als sachliche Kritik einordnet, kommt mir auch ein wenig böswillig vor. Ich sage halt, wenn mir etwas nicht gefällt. Ich kenne auch genug, was hinter den Kulissen gemauschelt wird. Aber ich bin da lieber offen und ehrlich. Das ist keine Abwertung in meinen Augen. Und ich hätte dazu auch nichts mehr zu gesagt, wenn das jetzt nicht als "Abwertung" diffamiert werden würde.

    Vhasir as'Karanith, Sardashir as-Futuna, Shaikh af Vashir

  • Vielleicht um noch einmal darauf aufzubauen: Ich sollte vielleicht vermeiden, meine Kritik zu indirekt zu formulieren. Das kann dann als "Spott über" und nicht "Kritik an" fehlinterpretiert werden. Man hat mich mich zurecht darauf hingewiesen, dass ich zu selten die Verursacher direkt adressiere. Und vielleicht auch etwas ausführlicher bin. In Ordnung, ich werde diesen Weg genauer verfolgen.

    Vhasir as'Karanith, Sardashir as-Futuna, Shaikh af Vashir

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