Arakami betrachtet Shion einen Moment schweigend. Bei dem Angebot hebt er leicht eine Augenbraue, doch statt unmittelbar zu antworten, lehnt er sich etwas zurück.
… Jahreszeit.
Er wiederholt den Namen langsam, als wolle er prüfen, ob er zu dem passt, was sie ihm gerade beschrieben hat.
Ein Gericht, das niemals ganz dasselbe ist. Für einen Hotelbetrieb klingt das zunächst nach einem Albtraum für die Kalkulation. Aber glücklicherweise bin ich heute nicht dafür hier.
Er erhebt sich und streicht beiläufig sein Jackett glatt.
Sie haben recht, Frau Ren. Über Essen zu sprechen, sagt wenig darüber aus, ob jemand kochen kann. Und vermutlich noch weniger darüber, ob jemand eine eigene Vorstellung davon besitzt, was gutes Essen sein sollte. Wir haben allerdings eine kleine Versuchsküche, die normalerweise für die Entwicklung neuer Gerichte und die Schulung unseres Personals verwendet wird. Dort sollten Sie alles finden, was Sie benötigen. Fast alles.
Arakami greift in die Innentasche seines Jacketts, zieht einen kleinen Notizblock hervor und reicht ihn Shion zusammen mit einem Stift.
Schreiben Sie auf, was Sie brauchen. Unsere Küche wird Ihnen die Zutaten bereitstellen, sofern wir sie im Haus haben. Was wir nicht besitzen, können wir vom Markt besorgen lassen.
Er deutet auf den Notizblock.
Stellen Sie sich vor, ich wäre ein Gast, der zufällig heute Abend unser Restaurant betritt. Ich kenne weder Sie noch Ihre Ausbildung. Ich weiß nichts über das Kloster, Ihre Reise oder Ihre Philosophie. Ich habe Hunger und bestelle Ihr Gericht.
Arakami deutet schließlich in Richtung eines Seitenganges, der zu den Personalbereichen des Hotels führt.