Der Lama nickt kaum merklich, als der Fürst seine Worte spricht.
Die Treppe, die vor ihnen liegt, ist schmal und alt, die Steine glattgetreten von Jahrhunderten.
Während sie hinaufsteigen, wird der Klang des Klosters leiser - die Gebetsfahnen, die Schritte der Mönche, selbst der Wind scheint sich zurückzuziehen.
Oben öffnet sich ein kleiner Hof, kaum größer als ein Raum.
Die Mauern sind schlicht, mit verblassten Inschriften, die nur im Morgenlicht lesbar sind.
In der Mitte steht ein einzelner Klangstein, rund, glatt, mit einer feinen Kerbe, die wie ein alter Riss wirkt.
Der Lama bleibt stehen, die Hände vor der Brust gefaltet.
„Dies ist der Hof der Alten Stimmen“, sagt er leise.
„Ein Ort, den wir nur jenen zeigen, die in Stille gehen.“
Er deutet auf den Klangstein.
„Viele Pilger glauben, er sei nur ein Stein. Doch wer ihn berührt, hört manchmal etwas - nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herzen.“
Der Wind trägt den Duft von Räucherwerk herüber, obwohl hier oben keine Räucherbecken stehen.
„Ihr dürft ihn berühren, wenn Ihr mögt.“